Generation X, Y und Z - Miteinander Lernen auf dem DGSL-Lernkongress 2018

Wir TrainerInnen, LehrerInnen, Coaches und ProzessbegleiterInnen in der DGSL werden älter. Wir wollten wissen, was wir tun können, um auch für die nächsten Generationen von SchülerInnen, StudentInnen und Teilnehmenden attraktive Lernformen und -konzepte anzubieten, um „fit for future“ zu sein. - Wie muss sich Unterricht verändern? Welche neuen Methoden und Konzepte braucht es? Und vor allem: Wie müssen wir uns ganz persönlich vielleicht verändern?

Im Live-Experiment der Weiterentwicklungskommission trafen sich Menschen aus unterschiedlichen Generationen, um miteinander zu erforschen, wie sie lernen und was sie dazu brauchen. Die Konzeption des Experiments lehnte sich an das agile Konzept des Design Thinking an: Klare Strukturen, enge Zeitfenster, ständige Perspektivenwechsel, kreative Ideenfindungsprozesse und die konkrete Erstellung von Prototypen. Das war der Plan der Weiterentwicklungskommission, bestehend aus Bianca Kleine-Wilde aus Ludwigshafen, Ralf Besser aus Bremen und mir.

Zunächst lernten sich die Teilnehmenden des Workshops und die Gäste kennen – die Grundlage, um das Problem des anderen zu verstehen. Heiße Diskussionen der Generationen unter sich folgten – Teilnehmende des Kongresses hörten zu und bildeten Hypothesen für die Probanden. Anschließend diskutierten die Kongressteilnehmer und die Probanden hörten zu: Erste überraschte Gesichter und Rückfragen. Mittags wurden die Gäste verabschiedet und die Gruppen der Kongressteilnehmer dachten weiter. Die neue Herangehensweise war inspirierend und für einige Altersgruppen schwer. Hier spürten wir, dass wir tatsächlich etwas völlig Neues ausprobierten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Vier Arbeitsgruppen haben konkrete Prototypen entwickelt. Diese neuen methodischen Ansätze wurden am Sonntag im Plenum präsentiert und der DGSL zum Test zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die Didacta 2019 plant das Vorstandsteam einen Erprobungsworkshop. Wer Lust hat, dabei zu sein, meldet sich gern unter dialog@dgsl.de.

Mein persönliches Fazit: Es hat großen Spaß gemacht, das Experiment gemeinsam zu entwickeln. Wir haben dazu sowohl persönliche als auch virtuelle Treffen genutzt und haben super gute Erfahrungen damit gemacht. Die Begleitung der Generationen im Experiment war spannend und die Lernfelder für mich und meine Generation deutlich sichtbar. Ich freue mich sehr auf den Test-Workshop in 2019.

Kreativität und klare Strukturen sind Markenzeichen des Design Thinking Prozesses.

Im Anschluss an die Testphase werden die neuen Methoden in die DGSL Toolbox aufgenommen und den Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

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