Die Coaching-Community geht online!

Innovation entsteht nicht im Tagesgeschäft. Das gilt auch für Trainer und Coaches. In meiner neuen Coaching-Community arbeite ich konsequent und professionell begleitet an meinen Grenzen und Möglichkeiten. Unser Wissen teilen wir mit der Welt - jetzt sichtbar unter www.transformatives-coaching.org.

Was ist transformatives Coaching?

Ich zitiere dazu Rainer Molzahn, Leadership-Coach und Leiter der Coaching-Ausbildung:

"Es gibt Coaching-Anlässe, die aus fundamentaleren Herausforderungen erwachsen als daraus, sich etwa mit einer neuen Rolle vertrauter zu machen, sie besser zu spielen oder die eigene Kommunikation hier oder da zu verbessern – nicht, dass wir diese Herausforderungen klein reden wollen. Es gibt Coaching-Anlässe, die sich aus Krisen im größeren Lebensprozess des Coachees ergeben.

Krisen sind Situationen, die einen Lebensabschnitt beenden und einen anderen einleiten. Sie kommen in jedem menschlichen Leben vor, sind von jeher und in jeder Kultur die großen Wendepunkte unserer Reise zwischen Geburt und Tod: vom Kleinkind zum Kindergartenkind zum Schulkind, von der Pubertät zum Erwachsensein zur Berufsrolle, von der Elternschaft zur Verabschiedung der erwachsenen Kinder aus Haushalt und Fürsorge, vom Abschied aus dem Berufsleben…, um einige der klassischen Stationen zu benennen.

Wir nennen sie ‚transformatorische Krisen‘, weil sich in diesen Lebensübergängen, während wir natürlich dieselben Wesen bleiben, die wir immer waren, unsere Identität ändert: das Bild und die Beschreibung, die wir von uns selbst haben, die Geschichte, die wir uns über uns selbst erzählen, unser Beitrag und unsere Rolle im größeren Kontext der Gemeinschaft, von der wir ein Teil sind.

In traditionellen Kulturen wurden diese transformatorischen Lebensübergänge begangen (also bewältigt und gefeiert) in Ritualen, die nach uralten Regeln abliefen, und die oft mit einer Namensänderung des Transformanden endeten. Unsere modernen Gesellschaften stellen solche verbindlichen Rituale nicht mehr zur Verfügung. Das ist das Eine.

Das Andere: Es passiert einem viel häufiger als früher, dass man mit Situationen konfrontiert wird, die sich als transformatorische Krisen herausstellen, auch wenn man nicht gerade die Schule beendet oder ein Kind bekommt oder in Rente geht: wir wechseln unsere Rollen, unsere Jobs, unsere Beziehungspartner, unsere Zugehörigkeiten viel häufiger als jemals zuvor in unserer kulturellen Geschichte – und durchaus nicht immer, wenn und weil wir das so wollen, und schon gar nicht aus Jux und Tollerei. Wir alle sind das moderne Prekariat - von Herausforderungen an unsere Identität ständig umzingelt.

Das ist das Angebot und der Anspruch des transformativen Coachings: Hilfe zu sein in der Bewältigung und der Gestaltung von Veränderungsprozessen, die uns in unserem Verständnis von dem herausfordern, was wir gewohnt sind, als unsere Identität zu empfinden und zu beschreiben – auf die wir also mit unseren überkommenen Rezepten nicht antworten können. Man könnte auch zugespitzt sagen: transformatives Coaching ist Hilfe bei Lebensweg-Entscheidungen.

Wir müssen schöpferisch werden. Das heißt, wir müssen – oder sollten wir sagen: wir dürfen? – das Beste entwickeln und einsetzen, das wir als Mitglied unserer Art aufzubieten haben: unsere Kreativität. Wer könnte da nicht ein bisschen Unterstützung gebrauchen?

Die Qualifikationen, die man als transformativer Coach unbedingt braucht, sind, abgesehen von einigen technischen Dingen nachgeordneter Wichtigkeit, zweierlei: Als Erstes die Erfahrung, transformatorische Krisen selbst schon in schöpferisches und also Lebensweg-beeinflussendes Handeln verwandelt zu haben. Als Zweites das Wissen, dass, weil der eigene Weg ein einzigartiger war, auch der Weg des Coachees einzigartig sein muss: dass es also nur begrenzt hilfreich ist, die eigenen Erfahrungen und Erfolgsrezepte weiter zu verschreiben."

 

Rainer Molzahn, Leadership-Coach und Autor
Leiter der Coaching-Ausbildung

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